Sicher reisen - Langfinger machen niemals Urlaub

Mit den Tipps des Sicherheitsberaters Harald Kaspar sicher in die Ferien

 

Auch für Diebe und Betrüger ist die Sommerferien die schönste Zeit des Jahres: Sie nutzen bevorzugt Zeiten, in denen besonders viele Menschen unterwegs sind, um leicht an Beute zu kommen. Das verdeutlicht auch die Zahl der Taschendiebstähle in Deutschland: 2014 haben die Täter so oft zugeschlagen wie in den vergangenen zehn Jahren nicht. Die Polizei re­gistrierte 157.069 Taschendiebstähle (2013: 135.617 Fälle) und damit einen Anstieg von fast 16 Prozent.

Wie wichtig Sicherheit auf dem Weg in den Urlaub und am Reiseziel sein kann, erklärt Harald Kaspar. "Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öf­fentlichen Verkehrsmitteln machen sich Diebe zunutze, um Reisende zu bestehlen. Im Jahr 2014 entstand dabei in Deutschland ein Schaden von 45,9 Millionen Euro. Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2014: 5,9 Prozent). "Die Täter sind in der Regel schon längst verschwunden, bis Opfer bemerken, dass der Geldbeutel, das Smartphone oder andere Wertgegenstände gestohlen wurden", ergänzt Kaspar. Denn Taschendiebe sind oft professionell agierende, international reisende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Eu­ropa aktiv sind. Betroffen sind dadurch nicht nur deutsche Großstädte, sondern auch andere europäische Metropolen.


Jeder Reisende kann mit einiger Vorbereitung und Aufmerksamkeit verhindern, dass er Op­fer von Diebstahl oder Betrug wird. "Noch vor Reisebeginn rät der Sicherheitsberater dazu, alle wichtigen Unterlagen wie Ausweispapiere zu kopieren – so sind im Falle eines Falles alle notwendigen Daten schnell zur Hand", rät Harald Kaspar.


Weitere Empfehlungen für einen sicheren Urlaub: Tragen Sie auf der Fahrt in Ihren Urlaub­sort Ihre Zahlungsmittel, Ausweise und Dokumente direkt am Körper. Lassen Sie Ihre Wert­gegenstände oder Ausweispapiere nie unbeaufsichtigt liegen - auch nicht im Fahrzeug, wenn Sie z. B. bei einem Stopp an der Tankstelle oder Raststätte nur kurz aussteigen. Seien Sie misstrauisch, wenn Sie auf Parkplätzen auf vermeintliche Schäden an Ihrem Fahrzeug auf­merksam gemacht werden oder Sie jemand bittet, anderen auf Landkarten den Weg zu zei­gen. Das können Tricks sein, um Sie und Ihre Begleitung aus dem Wagen zu locken, damit Diebe Wertsachen aus dem Wagen stehlen können. Auch Busreisende sollten bei Tank-, Rast- oder Besichtigungsaufenthalten keinerlei Wertgegenstände im Bus zurücklassen. Es sei denn, der Fahrer oder andere vertrauenswürdige Personen bleiben im Bus, um auf die Sachen zu achten. Bahnreisende sollten ihr Gepäck immer im Auge behalten. Das gilt be­sonders für Bahnhöfe, denn dort nutzen Diebe selbst die geringste Unaufmerksamkeit (z. B. beim Fahrkartenkauf oder bei Telefonaten), um blitzschnell zuzugreifen.


Reduzieren Sie Ihr mitgeführtes Bargeld auf das notwendige Minimum und zeigen Sie ande­ren möglichst wenig davon. Nutzen Sie unterwegs keinen Geldautomaten, an dem etwas un­gewöhnlich erscheint, z. B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und vor allem lockere Teile, oder Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz. Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte).Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Ge­brauch sperren, z. B. telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf (0049) 116 116. http://www.kirchberg.seniorenvertretung.net


Gerne können Sie einen Informationsvortrag über aktuelle Sicherheitsthemen buchen. The­men und Länge werden auf Ihre Gruppe abgestimmt. Mit Bildern und Vorführungen geht so­was schon in 15 Min. Anfragen an: Sicherheitsberater für Senioren Harald Kaspar kaspar(at)vodafone.de