Der Seniorenbeirat warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter

Mehrere Mitteilungen besorgter Bürger erreichten die Koblenzer Polizei in den vergangenen beiden Tagen. Sie hatten Anrufe von angeblichen Polizeibeamten erhalten, die sich in zwei Fällen sogar als „Der Polizeipräsident“ ausgaben und sich mit dessen Namen meldeten. Teilweise baten die Anrufer um polizeiliche Unterstützung zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität und verlangten Geld, teilweise versuchten sie die Kontodaten zu erfahren oder verwickelten die Angerufenen auch nur in scheinbar belanglose Gespräche.

Offensichtlich nutzen die Betrüger die Präventionshinweise der Polizei aus, um ihre potenziellen Opfer einzuschüchtern und letztendlich an das Geld der Leute zu kommen.

Auffällig ist, dass es sich bei vier der Angerufenen um Frauen mit dem Vornamen „Hannelore“ handelt, der oder die Täter sich also analog des altbekannten Enkeltricks immer wieder Vornamen im elektronischen Telefonbuch heraussuchen, hinter denen sie Senioren vermuten.

Glücklicherweise blieben die bisherigen Taten im Versuchsstadium stecken. Eine der Seniorinnen hatte zwar schon einen Bargeldbetrag für die Anrufer hinterlegt. Vor der Übergabe verständigte ein Familienmitglied aber noch rechtzeitig die „richtige“ Polizei, die ausdrücklich vor diesen Betrügern warnt! 

Harald Kaspar, Sicherheitsberater in der VG Kirchberg rät: „Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, rufen Sie umgehend die Polizei an.“ Kein Polizeibeamter verlangt am Telefon die Herausgabe von Kontodaten oder gar die Übergabe von Bargeld. 

Am Telefon sollten Sie sich grundsätzlich immer sehr, sehr vorsichtig verhalten, nie Konto- oder persönliche Daten herausgeben und auch äußerst skeptisch mit Werbeangeboten umgehen, die Ihnen das Blaue vom Himmel versprechen. 

Spätestens wenn es darum geht, Bargeld zu übergeben, sollten alle Alarmglocken läuten und die Polizei sollte umgehend verständigt werden.

 

Ausführliche Infos und Kontaktmöglichkeit auf www.kirchberg.seniorenvertretung.net