Riskante Umweltinvestments

Mit Umweltschutz und Energiewende Geld verdienen - das klingt nach einer verlockenden Idee, die nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch gute Renditen verspricht. „Gerade in Zeiten niedriger Zinsen suchen Anleger nach Alternativen zu klassischen Sparanlagen“, weiß Sylvia Beckerle, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Doch auch Unternehmen aus umweltfreundlichen Branchen können keine Wunder bewirken. Wie in anderen Branchen gilt: Hohe Renditeversprechen sind immer mit hohen Risiken verbunden.“

Vorsicht ist insbesondere geboten bei Beteiligungen und direkten Investitionen in einzelne Unternehmen oder Projekte, beispielsweise in einen Wind- oder Solarpark oder eine Holzplantage. Scheitert ein solches Projekt oder geht das Unternehmen pleite, droht der Totalverlust der Geldanlage, warnt Beckerle. Anleger sollten generell immer zuerst ihre persönlichen Anlageziele und Prioritäten festlegen und danach das passende Produkt suchen. Steht die Sicherheit an erster Stelle, sind Unternehmensbeteiligungen ungeeignet.

Diese und weitere Tipps sowie Hinweise auf Fallstricke bei Solarenergie, Windenergie, Biogas, Wald und Holz enthält der Flyer „Riskante Umweltinvestments“ der Verbraucherzentralen. Er ist kostenlos in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erhältlich.