Tipp zum privaten Autoverkauf

Bei einem privaten Autoverkauf kommt es nicht selten vor, dass der noch auf den Verkäufer zugelassene Wagen an den Käufer übergeben wird. Meist soll damit dem neuen Besitzer die Heimfahrt mit dem Wagen ermöglicht werden.

Die Polizei macht darauf aufmerksam, dass diese Verfahrensweise zu zahlreichen Problemen führen kann, die durch die Anmeldung des Autos vor der Übergabe an den Käufer verhindert werden können. Gerade im Zusammenhang mit Tageswohnungseinbrüchen hätten polizeiliche Ermittlungen ergeben, dass die Einbrecher immer wieder solche Fahrzeuge als Tat- oder Transportfahrzeug nutzen, die sie vorher – unter falschem Namen oder ganz ohne Kaufvertrag – von privat erworben haben.

Zudem stellen die Beamten immer wieder fest, dass die Käufer auf Kosten der Verkäufer vielerlei Verstöße begehen, zum Beispiel Geschwindigkeitsverstöße oder Verkehrsstraftaten, Nutzung des Fahrzeugs als Tat- oder Transportfahrzeug für andere Straftaten, absichtliches Verursachen von Verkehrsunfällen auf die Versicherung des Verkäufers. Die Polizei macht in ihrer Mitteilung aber noch auf weitere Aspekte aufmerksam: Wird das Fahrzeug nicht abgemeldet, laufen Kfz-Steuer und Versicherungen weiter auf den Verkäufer und nicht auf den neuen Besitzer.

Die Polizei rät privaten Verkäufern von Gebrauchtwagen und Kraftfahrzeugen, das Fahrzeug vor der Übergabe abzumelden. Falls der Käufer eine Probefahrt machen möchte und das Fahrzeug dafür angemeldet sein muss, sollte die Abmeldung anschließend erfolgen. Alternativ kann der potenzielle Käufer ein so genanntes Kurzzeitkennzeichen (Gültigkeit fünf Tage nach Ausstellung, nur für ein Fahrzeug verwendbar) für die Probefahrt mitbringen. Vor der Übergabe sollte in jedem Fall ein Kaufvertrag ausgefüllt werden, in dem neben den Fahrzeugdaten und dem Kaufpreis auch die vollständigen Personalien des Käufers und das Datum sowie die Uhrzeit der Übergabe aufgeführt sein sollten. Dazu sollte sich der Verkäufer unbedingt den Ausweis vorlegen lassen.

Private Autoverkäufe bergen auch das Risiko, dass Ihnen Falschgeld übergeben wird. Deshalb: Wickeln Sie den Verkauf mit Geldübergabe bitte nur zur Geschäftszeit von Banken ab und fahren Sie mit dem Kunden zur Bank (bei der Einzahlung erfolgt Prüfung des Geldes). Sollte dies nicht möglich sein, fahren Sie mit dem Kunden zu einem Einzahlungsautomaten der Bank / des Kreditinstitutes. Der Automat prüft die Scheine ebenfalls.

Appell: Auto niemals vor der Abmeldung bei der Zulassungsstelle an den Käufer übergeben.